Seit knapp 8 Jahren nutze ich sehr intensiv für Online-Vorträge, für Weiterbildungen und natürlich in der Akquise digitale Tools.
Aus so manchen Erfahrungen und Feedbacks von Kollegen und Klienten, habe ich Ihnen nun folgende zwei Punkte für eine erfolgreiche Online-Kommunikation zusammengestellt.

 

1. Bitte beachten Sie deshalb folgende Themen bei Ihrer Online-Kommunikation mit externen Teilnehmern bzw. neuen Mitarbeitern:

 

Sogenannte Insider, wie z.B. Witze, Kommentare, oder Informationen kann Ihr Ihr externer Gesprächspartner nicht verstehen.
Bedenken Sie bitte: Sie sitzen vielleicht gemeinsam in einem Büro, oder Sie kennen sich schon länger. Ihnen ist das Thema schon länger gut bekannt. Ihr externer Teilnehmer kennt Sie und Ihr Team nicht. Ihr Gesprächspartner weiß nichts über das von Ihnen besprochene Thema. Deshalb fehlt ihm der Kontext und er fühlt sich vielleicht fehl am Platz, er kann sich nicht einbringen, er empfindet Sie und Ihr Team als skurril etc.
Das ist nicht effizient, nicht fair und wenn das öfter passiert kostet es Sie nicht nur Zeit und Nerven, sondern im schlimmsten Falle über längere Zeit einen motivierten Mitarbeiter oder Geschäftspartner.

 

2. Online-Kommunikation: Teammeetings und #remotework

 

Wir Menschen funktionieren nicht alle gleich und deshalb sind Menschen nicht skalierbar.
💡 Es gibt sehr strukturierte, sensible Menschen, die brauchen einen klaren Arbeitsauftrag und sie erledigen dann sehr zuverlässig ihre zu erledigenden Aufgaben.

💡 Es gibt leidenschaftliche Menschen die sich laufend proaktiv einbringen.

💡 Es gibt sehr dominante Menschen, die ihre Themen lautstark voranbringen.

💡 Es gibt kreative, empathische Menschen, die für Menschen arbeiten nicht für Unternehmen etc.

 

„Kommunikation ist der rote Faden in unserem Leben der überhaupt erst eine menschliche Beziehung zueinander ermöglicht.“

Gerade in der Online-Kommunikation ist es wichtig, zu verstehen, welche Persönlichkeiten, welche Mitarbeitertypen Sie in Ihrem Team haben. Konkret: Wie Ihre Teammitglieder ticken und arbeiten.
Ich bin sicher, Sie haben sich bereits damals bevor Sie den Job ausgeschrieben haben, intensiv damit beschäftigt.
Welche Persönlichkeit sich für Ihr Team eignet?

Welcher Mitarbeiter zu Ihnen passt, oder?

 

Eines steht jedenfalls glasklar fest: In der Online-Kommunikation zeigt sich noch sehr viel schneller und deutlicher ob Sie Ihr Team richtig zusammengestellt haben und ob Sie ein Mitarbeiterheld sind. 🙂

 

2.1 Hier meine 15 Tipps für gelungene Online Team-Meetings:

 

✅ Stellen Sie die Rahmenbedingungen und Regeln einer erfolgreichen Online-Zusammenarbeit im Team vor. Vergessen Sie dabei auch administrative und rechtliche Themen nicht, wie z.B. Kurzarbeit oder die Zeit- bzw. Tätigkeitserfassung. Wenn möglich und sinnvoll, laden Sie eine HR-Verantwortliche in diese Besprechung ein.

 

✅ Verwenden Sie in Ihren Teammeetings immer die Webcam.
Es hilft Ihnen und anderen Teammitgliedern Gesprächsverläufe einzuschätzen und verhindert oft Missverständnisse. Es fördert den Teamzusammenhalt.

 

✅ Senden Sie im Vorfeld immer eine Agenda, einen Gesprächsrahmen und machen Sie klar was das Ziel des Meetings ist.

✅ Wenn es Themen vorzubereiten gilt, dann weißen Sie Ihre Mitarbeiter explizit darauf hin. Vor allem jene Menschen, die sich einfach nur gut vorbereitet in einem solchen Meeting wohl fühlen, bzw. damit sie sich überhaupt aktiv einbringen können, eine gezielte Vorbereitung brauchen.

✅ Beginnen Sie das Meeting immer mit der prägnanten Beschreibung des Themas, des Ziels und des Ablaufs.

✅ Unterstützen Sie smarte Mitarbeiter im Meeting die sich nicht so aktiv und dominant einbringen können.

✅ Fungieren Sie als Moderator und erteilen Sie das Wort, bzw. fragen Sie Ihre Mitarbeiter gezielt nach ihrer Meinung.

✅ Blenden Sie neue, komplexe Informationen als Mindmap, als Bild ein, oder nutzen Sie ein digitales Whiteboard. Damit entlasten Sie den Arbeitsspeicher der Mitarbeitergehirne und Ihre Mitarbeiter bleiben länger aufnahmefähig.

✅ Senden Sie wichtige Screenshots der Bilder, Geschichten oder des digitalen Whiteboards gleich im Anschluss an die TeilnehmerInnen.

✅ Notieren Sie tiefergehende Fragen, Unklarheiten, oder komplexe Einzelthemen, die nicht das ganze Team betreffen und besprechen Sie diese mit dem jeweiligen Mitarbeiter einzeln. Damit befeuern Sie die Effizienz und die Produktivität bzw. wird der Gesprächsfluss nicht gebremst.

✅ Prüfen Sie innerhalb des Meetings ob Ihre Arbeitsaufträge verstanden werden und ob die übermittelten Informationen für alle verständlich waren. Wenn Sie sich bei einem Gesprächsteilnehmer unsicher sind, dann fragen Sie bitte nach.

✅ Versuchen Sie bei Ihrem täglichen Teammeeting alle wichtigen Themen abzudecken. Machen Sie nicht den Fehler, dass Sie alles kontrollieren wollen und Ihre Mitarbeiter mit E-Mails, Anrufen bombardieren. Nur weil Sie etwas vom Tisch haben wollen, dass im Zweifel locker bis morgen hätte warten können.

✅ Vermeiden Sie die unnötige Ausweitung von Einzel-Meetings. Das kostet Zeit, schafft zusätzliche Arbeit und senkt mittelfristig nachweislich die Motivation der Mitarbeiter.

✅ Zeichnen Sie Teammeetings mit dem Einverständnis aller auf. Somit können diese auch häufiger angesehen werden. Abläufe und Gespräche besser nachvollzogen werden. Aufzeichnungen ersetzen auch häufig Teamprotokolle und lässt weiterhin fehlende, kranke Mitarbeiter an Teammeetings teilhaben. Der Informationsverlust bzw. der Wiedereinstieg wird so deutlich effizienter gestaltet.

✅ Bei kleineren Teams in großen Unternehmen mit sehr breiten Aufgabengebieten, oder in großen Teams empfiehlt es sich, jedes wichtige Meeting mit einer Doppelführungsspitze durchzuführen. Konkret: Ein Part ist der ordnende Teil, der den Überblick hat.
Der andere Part ist der antreibende Teil, der die Performance des Teams im Blick hat.

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung.

Ihr Andreas #derNabicht